Zwei Stolpersteine für Erika Diek (später Ngambi ul Kuo) und Ludwig M’bebe Mpessa (auch bekannt unter dem Künstlernamen Louis Brody)
Das Schicksal Schwarzer Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, fand bisher wenig Beachtung. Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung »Auf den Spuren der Familie Diek. Geschichten Schwarzer Menschen in Tempelhof-Schöneberg« im Schöneberg Museum werden in den nächsten Monaten insgesamt sechs Stolpersteine für Schwarze Personen verlegt. Sie alle sind mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg verbunden.
Am Mittwoch, den 8. März 2023 um 12:00 Uhr werden Stolpersteine für Erika Diek, später Ngambi ul Kuo, und Ludwig M’bebe Mpessa verlegt. Erika Diek war die Tochter des 1891 aus Kamerun eingewanderten Mandenga Diek. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebte sie in der Gaudystraße 5 mit ihrem damaligen Ehemann Ludwig M’bebe Mpessa, der ein politischer Aktivist und unter dem Künstlernamen Louis Brody auch ein erfolgreicher Schauspieler war. An dieser Adresse werden nun Stolpersteine für die beiden verlegt. Ab 1946 wohnte Erika Diek in Tempelhof, wo sie gemeinsam mit ihrer Schwester Schwarzen Menschen die Möglichkeit gab, sich zu treffen und zu vernetzen.
Foto: Erika Diek & Ludwig M'bebe Mpessa © Privatbesitz Adomako