Der dekoloniale feministische Widerstand aus Südkorea/Asien
Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt
Die Friedensstatue symbolisiert den Mut der sogenannten „Trostfrauen“. Sie brachen das lange Schweigen und machten 1991 auf die sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen im Zweiten Weltkrieg bekannt, wodurch damals schon die Me Too Bewegung in Asien ausgelöst wurden. Die „Trostfrauen“ demonstrieren seit Januar 1992 jeden Mittwoch bis heute in Seoul/Korea. Zur 1.000. Mittwochsdemonstration wurde die erste Friedensstatue dort enthüllt. Die Friedensstatue hält die unglaubliche empowernde Kraft, aus feministischer Perspektive die Welt zu dekolonisieren. Deshalb werden ihre Schwestern außerhalb Asiens in die USA, nach Kanada oder nach Australien eingeladen. Im September 2020 reiste die Friedensstatue namens Ari auch nach Berlin mit einer offiziellen Genehmigung ein. Nachdem die japanische Regierung Deutschland aufforderte, die Statue zu entfernen, konnten Menschen aus aller Welt den Abriss verhindern. Die Nachbar*innen rufen: „Ari ist Moabiterin!“ oder „Die Friedensstatue ist unsere!“ Obwohl sich so viele Menschen wünschen, dass Ari bleibt, wird sie momentan nur geduldet. Lasst uns gemeinsam Strategien überlegen, wie Ari für immer in Berlin bleiben kann!
@Berlin Open Lab, Universität der Künste Berlin, Einsteinufer 43, 10587 Berlin
Für: Jugendliche ab 14, Studierende, Kunstschaffende, Aktivist*innen
Mit: Nataly Jung-Hwa Han
